
Nach dem heiligen Ritter St. Georg hat vor 200 Jahren der Brucker
Bürgermeister Georg Frey sein neu erbautes Wirtshaus an der steinernen
Regnitzbrücke genannt. »Zum Ritter St. Georg«:
diesen Namen trägt der denkmalgeschützte Gasthof von 1802 heute
noch.
So wie sich der zweigeschossige Wirtshaus-Quaderbau mit seinem
Walmdach - einst Haus Nr. 109 der Marktgemeinde Bruck, heute
Herzogenauracher Damm 11 - auch heute noch zeigt, so haben ihn die
Gäste über die 200 Jahre hinweg praktisch erlebt.
Mit seiner markanten Lage war er Einkehrort für Fuhrleute, Bauern,
Soldaten, Bürger ebenso wie für junge Sportbegeisterte, die hier
am 13. August 1861 ihren "Turnverein Markt Bruck" - den späteren
"TV 61" - ins Leben riefen.
Er war Ort für Zollerhebungen als auch zwischen 1840 und 1890
Tabakfabrik.
Am 1. April 1891 erwarb der 31-jährige Johann Leonhard Birnbaum
aus Roßtal, den Annalen zufolge "Gastwirt und Ökonom", das
Wirtshaus. Er war mit seiner Frau Elisabeth der siebte Besitzer
nach dem Erbauer Georg Frey.
Mit Hans Birnbaum ist nun die 4. Generation gastronomisch
aktiv. Seit 1995 führt er zusammen mit Ehefrau Katrin, einer
ausgebildeten Hotelfachfrau, den »Ritter St. Georg«.
Im Jahr 1997 wurde das Haus innen gründlich modernisiert und durch einen großen modernen Anbau erweitert.

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